Aktuelles

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  •  "Integration von True Cost Accounting und Sustainable Performance Accounting zur Bilanzierung von betriebswirtschaftlichen Leistungen und externen Effekten der Landwirtschaft" - Vorstellung auf der "Sustainable Performance Accounting" Wissenschaftskonferenz in Freiburg
Vom 23.06.2022 bis 24.06.2022 waren Benjamin Oebel, Prof. Dr. Tobias Gaugler und Prof. Dr. Jan Niessen auf der von der Regionalwert AG veranstalteten “Sustainable Performance Accounting” Wissenschaftskonferenz in Freiburg.

In Ihrem dortigen Vortrag mit dem Titel “Integration von True Cost Accounting und Sustainable Performance Accounting zur Bilanzierung von betriebswirtschaftlichen Leistungen und externen Effekten der Land- und Ernährungswirtschaft” stellten die Wissenschaftler das Framework vor, wie wahre Lebensmittelpreise durch True Cost Accounting ermittelt werden können. Zudem wurden erste Umsetzungsmöglichkeiten, insbesondere die Integration von externen Kosten in Handelspreise, sowie Steuerungsmöglichkeiten durch die Politik aufgezeigt. Herr Professor Niessen zeigte anschaulich auf, inwiefern der Studiengang “Management in der Ökobranche” der TH Nürnberg bereits Kompetenzen vermittelt, wie Betriebswirte eine sozial-ökologische Transformation partizipativ und wohlfahrtsorientiert gestalten können und regte eine weitergehende Vernetzung der anwesenden Hochschullehrenden, welche eine Weiterentwicklung und gemeinsame Gestaltung von innovativen und zukunftsfähigen Lehrkonzepten insbesondere vor dem Hintergrund der ökologisch-sozialen Herausforderungen des Klimawandels zum Ziel hat, an.



  •  Markets for mankind im Bundestag: Diskussion einer nachhaltigen Anpassung der Mehrwertsteuer

Die starke Inflation als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine belastet insbesondere Menschen mit geringen Einkommen. Infolgedessen werden derzeit in Deutschland Entlastungsmaßnahmen wie eine Anpassung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel diskutiert. Vor diesem Hintergrund durften Benjamin Oebel von der TH Nürnberg, Lennart Stein von der Universität Greifswald und Johanna Kriegel, Gründerin des True Cost Economy e.V. vor 15 Mitgliedern des Bundestages sowie den Präsidenten des BÖLW und des RNE ihre Berechnungen zu einer nachhaltigen Anpassung der Mehrwertsteuer präsentieren.
Im Sitzungssaal des Bundestages wurde dabei aufgezeigt, wie ein Wegfall der Mehrwertsteuer für vegetarische Biolebensmittel einhergehend mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auf konventionell hergestellte Fleischprodukte auf 19% Mehrwertsteuermehreinnahmen von über 3 Milliarden Euro generieren würde, welche neben der Förderung des Ökolandbaus und der damit einhergehenden Vermeidung von externen Kosten als Entlastung für sozial schwache Haushalte genutzt werden könnten. Der Anteil von Biolebensmitteln am Gesamtumsatz könnte dadurch auf Grund von preiselastischen Verschiebungen erheblich gesteigert werden, was wiederum erheblich dazu beitragen würde, die Klimaziele des Bundes und der EU sowie das 30%-Bio-Ziel des Koalitionsvertrages zu erreichen.
Die sich der Präsentation der Wissenschaftler*innen anschließende Diskussion war dahingehend sehr vielversprechend, als dass ein nachhaltiger Anstrich etwaiger Mehrwertsteuerreformen fast unisono als sinnvoll und zielführend anerkannt und ein weiterer enger Austausch vereinbart wurde.




  • „Wahre Kosten im Nachhaltigkeits-Erlebnismarkt „PENNY Grüner Weg Berlin““ - Präsentation auf dem Food Safety Kongress 2022

Tobias Gaugler präsentierte auf dem vom 18.05.-19-05.2022 stattfindendem Food Safety Kongress des Handelsblatt in Berlin, welcher unter dem Motto "Towards Green Deal" die führenden Köpfe aus Lebensmittelhandel und -industrie versammelte die doppelten Preisauszeichnungen in einer Penny-Filiale in Berlin. Er machte deutlich, dass in einer Zusammenarbeit von Handel und Politik wirksame Lösungen gefunden werden müssen, wie nachhaltiger Konsum weiterhin gestärkt werden kann und wie Umweltschadkosten sozial gerecht berücksichtigt werden können. Vor dem Hintergrund der veränderten EU-Gesetzgebung besteht hier ein großes Momentum, welches es zu nutzen gilt.



  • "Odysso" - "Was uns billige Lebensmittel wirklich kosten?" im April im SWR Fernsehen 
Die Inflation befindet sich auf Rekordniveau, die Preise für Öl, Gas und Strom explodieren förmlich - ist das der richtige Moment, um höhere Lebensmittelpreise zu fordern? Sind es wirklich "Ramschpreise", zu denen unsere Lebensmittel in den Supermärkten angeboten werden? Und wenn ja, wie sähen faire Preise, aus und wer würde davon profitieren? Odysso geht diesen Fragen auf den Grund und zeigt, wer die Preise für Lebensmittel macht und welche Konsequenzen das für die Landwirtschaft hat. Sie zeigen, was uns billige Lebensmittel aus Sicht der Wissenschaft wirklich kosten, mit welchen Kosten die Lebensmittelindustrie die Allgemeinheit belastet und wie wir es schaffen, dass sich alle faire Lebensmittelpreise auch leisten können.

 

Schauen Sie die Sendung im SWR Fernsehen zu folgenden Sendeterminen:
* Do., 07.04.2022, 22:00 - 22:45 Uhr
* Fr., 08.04.2022, 03:15 - 04:00 Uhr (Wiederholung)
* Sa., 09.04.2022, 08:00 - 08:45 Uhr (Wiederholung)

 

 

  • "Was ist True Cost Accounting (TCA)?" - Diskussion auf der Veranstaltung "Gemeinsam nachhaltig ernähren: Was kosten Lebensmittel wirklich?" (10.03.2022)

Am 10.03.2022 war Tobias Gaugler auf Einladung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLW) in Berlin auf der Domäne Dahlem auf der Veranstaltung "https://strato-editor.com/.cm4all/uproc.php/0/.IMG_1015%20(1)-modifiedjo.jpg/picture-400?_=17fbb936368 Gemeinsam nachhaltig ernähren: Was kosten Lebensmittel wirklich?" Er diskutierte dort mit Stakeholdern aus Wirtschaft und Gesellschaft die Frage, "Was ist True Cost Accounting (TCA)?". Hier können Sie reinschauen und -hören (2. Video).



  • "Vom Hof auf den Tisch" -  Wie kann die Farm to Fork-Strategie vorangetrieben werden? (21.01.2022)

Am 21.01.2022 hielt Amelie Michalke einen Vortrag zum Thema "F2F(Farm to Fork) umsetzen: "wahre Preise" als wesentlicher Hebel" auf der Onlineveranstaltung "Kulinarik im 21. Jahrhundert: Wie kann ein modernes, nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem gelingen?", die von der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) gemeinsam mit den Grünen im Europaparlament veranstaltet wurde.


  • Veröffentlichung im kritischen Agrarbericht - "Auf der Suche nach dem >>wahren Preis<<" (20.01.2022)
Allegra Decker hat gemeinsam mit Amelie Michalke (Universität Greifswald) und Tobias Gaugler (Universität Augsburg) einen Atrikel zum Thema "Chancen und Grenzen von True Cost Accounting bei Lebensmitteln" im kritischen Agrarbericht veröffentlicht. Der Artikel zeigt auf, dass die aktuellen Lebensmittelpreise nicht die ökoglogischen sowie sozialen Schäden berücksichtigen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen. Würden diese eingepreist werden, würde dies die Kaufentscheidung von Konsument:innen beeinflussen und nachhaltige Landwirtschaft fördern.
Hier gehts zum Artikel: "Auf der Suche nach dem >>wahren Preis<<"

 


  • Was steckt hinter dem Projekt "How much is the dish?" (13.01.2022)

Im aktuellen FONA Newsletter stellt Amelie Michalke das Projekt „How much is the dish?" – Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität durch True Cost Accounting bei Lebensmitteln" in einem Interview vor.


  • Vorstellung der Studie "Land use change and dietary transitions - Addressing preventable climate and biodiversity damage" auf der 26th Annual Conference of EAERE

Auf der 26. Tagung der European Association of Environmental and Resource Economists (EAERE) wurde am 24. Juni 2021 die Studie "Land use change and dietary transitions - Addressing preventable climate and biodiversity damage" in einer Parallel Session präsentiert. Anschließend diskutierte Präsentator Moritz Hentschl mit Forschern aus aller Welt über die Themen Landnutzung und den Zusammenhang mit Ernährungsgewohnheiten.

 

 


  • Installation auf dem Sommer-Tollwoodfestival: HoMaBiLe Bistro

Auf dem Sommerfestival 2021 wurden den Besucher*innen im HoMaBiLe-Bistro für verschiedenste Gerichte die wahren Preise serviert und so die Zusammenhänge zwischen (Lebensmittel-)Konsum und Umweltschäden näher gebracht.


  • Paper von Wikipedia ausgezeichnet als significant scientific event occured in 2020

Die weltweit größte, freie Enzyklopädie Wikipedia erarbeitet jährlich eine Liste mit bedeutenden wissenschaftlichen Ereignissen des Jahres. Für den Dezember 2020 wurde auch das Paper "Calculation of external climate costs for food highlights inadequate pricing of animal products" (Pieper et al. 2020) aufgenommen.


  • BMBF-Projekt "How much is the dish?“ – Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität durch true cost accounting bei Lebensmitteln (HoMaBiLe) 

Unter Einbeziehung von Lebenszyklusanalyse-Modellen (LCA) sowie metaanalytischen Methoden zielen wir innerhalb des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragenen Projekts “HoMaBiLe” darauf ab, die aus der Herstellung von Lebensmitteln resultierenden Umweltfolgen, welche zu einer Reduktion der Biodiversität führen und aktuell nicht in den Lebensmittelpreis eingehen, zu quantifizieren und zu monetarisieren.

Grafik: Ines Schaffranek

 

 

 


 

 

 

 

 

Die Frage, was Lebensmittel eigentlich kosten müssten, wenn ihre ökologischen Auswirkungen entlang der Lieferkette in den Verkaufspreis einflössen, wurde von WissenschaftlerInnen der Universitäten Greifswald und Augsburg erforscht und so für verschiedene Produkte des zur REWE-Group gehörenden Discounters Penny beantwortet. Die im Rahmen des Projekts ermittelten „wahren Preisschilder" wurden zur Eröffnung des Nachhaltigkeits-Erlebnismarktes „Penny Grüner Weg“ am 02.09.2020 in Berlin-Spandau der Öffentlichkeit vorgestellt. Aufbauend auf die von den WissenschaftlerInnen entwickelte Methodik flossen die negativen Auswirkungen von Klimagasen (CO2, Lachgas und Methan), reaktivem Stickstoff, Energieverbrauch und Landnutzungsänderungen in die „wahren Kosten“ ein 


     

    Das Paper etabliert den Bottom-Up Ansatz der Monetarisierung von externen Kosten verschiedener Lebensmittel auf Basis von Emissionsdaten, fokussiert auf die Kosten durch Treibhausgasemissionen, wissenschaftlich. Seit Erscheinen im Dezember 2020 wurde das Paper über 60-tausend Mal aufgerufen und belegt mit einem Altmetric-Wert von aktuell 843 (Stand 07.04.2021) gemessen an jeder der vier ausgewiesenen Bezugsgrößen eine Position unter den Top 1% der von Altmetric eingestuften Artikel (siehe “Metrics” von Pieper et al. 2020).



     

     

     

     

     


    • „Letting the consumer decide what to eat – Animal welfare labels and environmental taxes as the death of politics?“: Pieper M., Michalke A., Gaugler T., angenommene Policy Session/ Diskussionsrunde: 25th Annual Conference of the European Association of Environmental and Resource Economists
      2020
      , Berlin, 25 – 28 Juni 2020
    • “Calculating External Climate Costs for Different Food Categories: A German Case Study”: Pieper M., Michalke A., Gaugler T., angenommener Beitrag zu:  25th Annual Conference of the European Association of Environmental and Resource Economists
      2020, Berlin, 25 – 28 Juni 2020 (findet aufgrund der Corona Pandemie nun virtuell statt)
    • “The hidden cost of German food”: Mehrens M., Gaugler T., angenommener Beitrag zu: The Global Interdisciplinary Green Cities Conference 2020, Augsburg, 23. - 27. Juni 2020
    • “Calculating External Climate Costs for Different Food Categories: A German Case Study”: Pieper M., Michalke A., Gaugler T., angenommener Beitrag zu: The Global Interdisciplinary Green Cities Conference 2020, Augsburg, 23. - 27. Juni 2020
    • “Putting a price on everything? – Dealing responsible with the internalization of environmental damage costs”: Pieper M., angenommener Beitrag zu: The Global Interdisciplinary Green Cities Conference 2020, Augsburg, 23. - 27. Juni 2020
    • „Sustainable Foodstuff Valorisation – A Framework for Internalizing External Costs of Agricultural Production“: Michalke A., Pieper M., Gaugler T., angenommener Beitrag zu: The Global Interdisciplinary Green Cities Conference 2020, Augsburg, 23. - 27. Juni 2020 (findet aufgrund der Corona Pandemie nun virtuell statt)